dank individueller Analyse
und optimaler Anpassung

Perfektes Sehen

Wie das Sehen funktioniert …
… und welche Probleme dabei auftreten können

Unser Auge ist eines der wichtigsten Sinnesorgane. Das Licht der Sonne wird von den Objekten in unserer Umgebung reflektiert und die Lichtstrahlen gelangen durch die schützende Hornhaut und die Augenlinse bis zur Augeninnenseite mit der Netzhaut. Sowohl Hornhaut als auch Linse sorgen dabei für eine Brechung und Bündelung des Lichts, damit es auf einem möglichst kleinen Punkt der Netzhaut abgebildet wird.

Um sowohl in der Nähe als auch der Ferne „scharf“ sehen zu können, ist die Linse elastisch und kann ihre Form verändern, was als „Akkomodation“ bezeichnet wird.

Mit den Jahren lässt diese Fähigkeit aber nach, denn irgendwann zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr verlieren die Linse und der Ringmuskel im Auge ihre Elastizität. Das Auge kann sich nicht mehr automatisch auf unterschiedliche Entfernungen scharfstellen, sodass es vor allem im Nahbereich zu Problemen kommt. Denn wenn die Linse beim Blick in die Nähe ihre abgeflachte Form behält, ist die Brechkraft viel geringer. Folge: Aus der Nähe einfallende Lichtstrahlen werden hinter der Netzhaut gebündelt und ergeben so ein unscharfes Bild. Diese Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) lässt sich mit einer Lesebrille gut korrigieren.

Es gibt aber auch andere Probleme. Ist der Augapfel zu lang, befindet sich der Fokuspunkt bereits vor der Netzhaut und es liegt eine Kurzsichtigkeit (lateinisch als Myopie bezeichnet) vor. Dabei werden vor allem weit entfernt liegende Objekte unscharf abgebildet, während man in der Nähe gut sieht, woher auch die Bezeichnung „kurzsichtig“ stammt. Dies ist die häufigste Form einer Fehlsichtigkeit.

Anders dagegen sieht es bei der Weitsichtigkeit (lateinisch Hyperopie) aus. Hier ist der Augapfel zu kurz und der Fokuspunkt befindet sich damit hinter der Netzhaut.

Beide Formen werden als „Achsen-Ametropien“ bezeichnet und lassen sich mit Brillen und Kontaktlinsen problemlos korrigieren. Etwas komplizierter wird es, wenn eine ungleichmäßige Krümmung der Hornhaut vorliegt. Die Abbildung auf der Netzhaut wird dann stabförmig verschoben, weshalb diese Störung auch als Stabsichtigkeit (lateinisch Astigmatismus) bezeichnet wird.

Auf die Analyse kommt es an

Grundlage für gutes Sehen ist eine intensive Prüfung der Sehfunktionen und eine umfassende Brillenglasbestimmung. Wir nehmen uns daher Zeit für ein detailliertes Gespräch und eine individuelle Messung, um die optimalen Gläser für Sie zu finden.

Wir beginnen mit einem Anamnese-Gespräch, in dem wir alle Fakten aufnehmen, Ihre Wünsche und Ziele formulieren und Ihr Budget erfragen. So entsteht eine umfassende Bedarfsanalyse Ihrer persönlichen Sehgewohnheiten.

Anschließend geht es darum, die optische Korrektur zu ermitteln, damit das Auge ohne Akkomodation wieder ein exakt scharfes Bild eines Objektes auf die Netzhaut projiziert. Dieser Brechwert wird als „Refraktion“ bezeichnet, vom lateinischen „re“ für „zurück“ und „frangere“ für „brechen“. Zwei sich ergänzende Verfahren stehen dabei zur Verfügung.

Objektive Refraktion


Die objektive Refraktion bestimmt mithilfe eines Messegerätes die Brechungseigenschaften des Augapfels. Dabei kommt bei KOPP-KIRSAMER modernste Technik zum Einsatz.

„Als Zeiss Vision Partner setzen wir das i.Profiler-Messgerät ein“, erklärt Martin Kopp-Kirsamer. „Seine Wellenfront-Technologie, die das Sehprofil der Augen ermittelt und mit einer optischen Karte darstellt, berücksichtigt dabei auch Sehfehler, die bei einem einfachen Sehtest nicht erfasst werden können.“ So entstehen durch i.Scription optimierte Brillengläser, die gerade in der Dämmerung oder bei Nacht ein neues Seherlebnis mit intensiven Farben und hohem Kontrast ermöglichen.

Subjektive Refraktion


Jeder kennt die zugegeben etwas unförmigen Gestelle beim Optiker, in die verschiedene Gläser eingesetzt werden können. Genau dies ist das Verfahren der subjektiven Refraktion. „Subjektiv heißt sie deshalb“, erklärt Augenoptikermeister Martin Kopp-Kirsamer, „weil der Kunde sich bei jedem neuen Glas über die von ihm subjektiv wahrgenommene Schärfe äußern muss.“

Entscheidend für die Zuverlässigkeit des Verfahrens sind Ausbildung und Erfahrung des Optikers, denn die richtige Fragestellung und die korrekte Auswahl der vorgesetzten Gläser in den verschiedenen Stärken und Ausführungen ist Grundlage für korrekte Messergebnisse. Die subjektive Refraktion kommt dem späteren „echten Sehen“ mit der Brille sehr nahe und berücksichtigt weitere Einflussgrößen auf die Wahrnehmung, wie z. B. unterschiedliche Lichtstärken oder Entfernungen. Damit ist sie die perfekte Ergänzung zur objektiven Refraktion.

In vier Schritten zur perfekten Brille

Genau zentriert

Nach der Auswahl Ihrer Brillenfassung steht als nächstes die korrekte Zentrierung auf dem Programm. Da jeder Mensch asymmetrische Gesichtshälften und unterschiedliche Augenabstände hat, ist dies ein wichtiges Detail für mikrometergenau gearbeitete Brillengläser. Denn das hochsensible Auge nimmt selbst kleinste Differenzen wahr und reagiert auf Dauer mit Sehbeschwerden und Ermüdungserscheinungen.

Mit unserem Zentriergerät vermessen wir alle wichtigen Daten für das Zusammenspiel Ihrer Augen mit den Brillengläsern auf ein 1/10 Millimeter genau. Nur so können Sie die optische Leistung der individuell für Sie gefertigten Gläser zu 100 % nutzen.

Nach einer individuellen Voranpassung des Sitzes der Brille ermitteln wir dabei höchst individuelle Parameter wie zum Beispiel Ihren Pupillenabstand, den exakten Abstand Ihrer Augen zum Brillenglas, die Vorneigung der Fassung und die Stelle, an der das Auge durch das Brillenglas blickt. Mit Hilfe dieser Daten bestimmen wir präzise die ideale Lage der Linsen in der Fassung und vor dem Auge. All dies ist nur vor Ort mit ausgebildeten Experten möglich.

Fertigung mit High-Tech

Mit den Messwerten der Refraktion und den Angaben zur Zentrierung übermitteln wir nun digital die Bestellung Ihrer persönlichen Brillengläser. Unser wichtigster Partner ist dabei Carl Zeiss Vision mit dem Hauptsitz in Aalen. Als Tochter der Carl Zeiss AG in Oberkochen ist der Unternehmensbereich Vision Care mit heute rund 9.500 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Anbieter und produziert pro Jahr über 100 Millionen Brillengläser. Alle Gläser werden in nur wenigen Tagen in Aalen individuell gefertigt.

Formvollendet

Im nächsten Schritt gilt es, die Gläser mit der von Ihnen gewählten Fassung zu verbinden. Dazu messen wir zunächst mit dem Tracer, einem digitalen Messgerät, die Innenkontur der Fassung aus, wobei die Nut als Führung dient. Anschließend wird das Glas mithilfe der Zentrierungsdaten aufgeblockt und mit einem CNC-gesteuerten Formrandungsautomaten in die richtige Form geschliffen. Zugleich wird die Facette geschliffen, damit das Glas perfekt in der Fassung sitzt.

Bei randlosen Brillen wird die Form fotografisch erfasst und zugleich werden die Löcher zur Befestigung vom Automaten präzise gebohrt.

Mit unserer eigenen Ausstattung können wir all diese Arbeitsschritte direkt vor Ort schnell, flexibel und präzise durchführen.

Individuell angepasst

Nun ist Ihre neue Brille zur Abholung bereit. Vor Ort führen wir gemeinsam mit Ihnen die finale Anpassung durch und kontrollieren, ob Sie auch genau das sehen, was Sie sich vorgestellt hatten.

Kontaktlinsen vom Profi

Optimales Sehen erfordert eine individuelle Beratung vom Fachmann. Dies gilt für Brillen – und auch für Kontaktlinsen, denn eine falsche Handhabung oder eine mangelhafte Hygiene kann schnell zu irreparablen Sehschäden führen.

Unser Service reicht daher von der Augenprüfung und Kontrolle des vorderen Augenabschnitts und Tränenfilms mit Hilfe der Spaltlampe über die Beratung der Vor- und Nachteile der verschiedenen Linsen-Typen bis hin zur jährlichen Kontrolle, um Veränderungen rechtzeitig zu erkennen.